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10.03.2026_Neon Dilemma

Elias Stemeseder (Klavier, Synth)
Robert Landfermann (Kontrabass)
Leif Berger (Schlagzeug)

Mit akustischen und elektronischen Instrumenten entspinnen drei Protagonisten der jazzbasierten Improvisationsmusik einen Diskurs über Möglichkeiten des zeitgenössischen Zusammenspiels in historischer Instrumentierung. Konzepte und Ideen unterschiedlichen geografischen und zeitlichen Ursprungs werden zu neuartigen Ordnungsprinzipien umfunktioniert welche es dem Ensemble ermöglichen, vermeintlich disparate musikalische Elemente miteinander in Einklang zu bringen. So ertönt feingliedrig Kontrapunktisches und tänzelnd Polyrhythmisches mühelos neben rohen Klangtürmen, vehementen Akkordclustern und schlichter Gesanglichkeit.

Fotos © Florian Fries/Patrick Essex

14.04.2026_Camila Nebbia & Jordina Millà

Camila Nebbia (Tenorsaxophon)
Jordina Millà (Klavier)

Die Pianistin, Komponistin und Improvisatorin Jordina Millà beschäftigt sich mit freier improvisierter Musik und zeitgenössischer Sprache. Agustí Fernández führte sie in die Welt der Improvisation ein, und ihre Musik entwickelt sich ständig weiter in Richtung anderer Ausdrucksformen. Sie hat mehrere gefeierte Alben veröffentlicht, darunter „Males herbes“, ein Soloalbum, „When forests dream“, zwei Klaviere mit Agustí Fernández, „String Fables“ im Duo mit Barry Guy und „Live in Munich“ bei ECM Records.

Im Jahr 2024 wurde sie für den Jazzpreis Österreich in der Kategorie „Beste Newcomerin“ nominiert. Sie wurde mit dem Staatsstipendium für Komposition 2025 ausgezeichnet, das vom BMKÖS vergeben wird.

Als Mitglied von Barry Guys The Blue Shroud Band und verschiedenen anderen Formationen spielt sie mit Musikern wie Mats Gustafsson, dieb13, Vini Cajado, Maurizio Takara, Gonçalo Almeida, Almut Kühne, Wieland Möller, Kenji Herbert, Lucas Niggli, Axel Dörner, Sofia Labropoulou, Christian Reiner, Lukas König, Núria Andorrà und Sònia Sánchez. Sie ist Gründerin von PRISMA, einer Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Disziplin der Improvisation in der Stadt Salzburg sichtbar zu machen.

Camila Nebbia stammt aus Buenos Aires, lebt in Berlin und ist Saxophonistin, Komponistin, Improvisatorin, bildende Künstlerin und Kuratorin. Das Jazz PT Magazin bezeichnet sie als „eine der bedeutendsten Saxophonistinnen unserer Zeit“. Die multidisziplinäre Künstlerin verbindet in ihrer Arbeit die Schaffung und Zerstörung von Archivgedächtnis und erforscht dabei Konzepte wie Identität, Migration und Erinnerung. Ihr jüngstes Soloalbum – „una ofrenda a la ausencia” (eine Opfergabe an die Abwesenheit) bei Relative Pitch Records – wurde vom NYC Jazz Record als „ein von Natur aus menschliches und persönliches Album, das die Zuhörer mit einer leidenschaftlichen Herangehensweise an den Jazz überrascht” beschrieben.

Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstlern wie Marilyn Crispell, Michael Formanek, Angelica Sanchez, Randy Peterson, Tom Rainey, Patrick Shiroishi, Vinnie Sperrazza, Katt Hernandez, Kenneth Jimenez, Lesley Mok, Cecilia Lopez, Susana Santos Silva, Elsa Bergman, dem Kollektiv l’Arfi aus Lyon, Joanna Mattrey, Kit Downes, Andrew Lisle, John Hughes und vielen anderen.

Als Bandleaderin und Solokünstlerin veröffentlichte sie „A veces la luz de lo que existe resplandece solamente a la distancia” (Kuai 2017), „De este lado” (Club del disco 2019), Aura (ears&eyes records 2020), „Corre el río de la memoria” (ramble records 2021) und „Presencias” (Sound Holes 2021), „Una ofrenda a la ausencia” (Relative Pitch Records 2023) und „La permanencia de los ecos” (577 Records 2023).
Camila Nebbia wird von D’Addario Woodwinds unterstützt.

www.camilanebbia.com
www.jordinamilla.com

Foto:
Camila Nebbia © Juliane Schütz
Jordina Millà © Thomas J. Krebs

16.06.2026_Tanrikulu/Dunston Duo

Cansu Tanrıkulu (Gesang, Soundeffekte, G-Klarinette)
Nick Dunston (Kontrabass, Elektronik)

Das Duo Cansu Tanrıkulu und Nick Dunston wechselt spielerisch zwischen rohen akustischen und synthetischen Klangwelten hin und her und erkundet dabei Text und Klang nicht nur als Träger vielschichtiger Bedeutungen, sondern auch als Mittel, um reinen Ausdruck zu vermitteln. Ihre Auftritte reichen von minimalistischen Momenten mit unverstärkter Stimme und akustischem Kontrabass bis hin zu Sets mit einer Vielzahl elektronischer Instrumente und theatralischen Elementen.

Im Jahr 2024 wurden sie als Duo mit dem renommierten SWR Jazzpreis ausgezeichnet, der ein Konzert beim Enjoy Jazz Festival im Trio-Format mit dem Schlagzeuger Joey Baron als Special Guest beinhaltete. Anfang 2024 führten sie das Gemeinschaftswerk Derializiös des Komponisten Cenk Ergün und des Dichters Nail Doğan im Haus für Poesie in Berlin auf. Derzeit arbeiten sie auch mit dem Pianisten Kaan Bıyıkoğlu zusammen, mit dem sie 2023 im Rahmen eines Stipendiums des Goethe-Instituts/Tarabya Kulturakademie in Istanbul das Projekt Interrupted ins Leben gerufen haben. Weitere laufende Kooperationen umfassen Duo-Konzerte mit anderen besonderen Gästen wie Mariá Portugal und Tobias Delius sowie die Projekte der beiden als Bandleader (Skultura, COLLA VOCE und Piled Up von Tanrıkulu featuring Marc Ribot).

Cansu Tanrıkulu (1991, Ankara) ist eine in Berlin lebende Sängerin, Multimedia-Künstlerin, Komponistin, Improvisatorin und Pädagogin. Sie veröffentlicht Musik (LowSwing Records, Out of Your Head Records) und leitet bzw. co-leitet mehrere Projekte, darunter Piled Up (Lukas König, Mona Matbou Riahi, Nick Dunston, Arne Braun feat Marc Ribot/Tobias Delius), Tanrikulu /Nick Dunston /Joey Baron Trio, Eonta (mit Carol McGonnell), MeoW (Jim Black, Dan Peter Sundland, Liz Kosack) & Kantoj de Fermiteco (mit Greg Cohen & Tobias Delius) sowie Marmalsana (Maurice Louca, Tony Elieh, Burkhard Beins). Ihr elastischer Gesang, ihr breites stilistisches Vokabular und ihre weitreichende Herangehensweise an Melodie und Text sowie die organische Live-Bearbeitung ihrer Stimme machten sie zu einer gefragten Performerin auf zahlreichen Plattformen und Bühnen in Europa und den USA (Roulette (NY), Jazzfest Berlin, Unerhört Festival, Berghain, Rewire Festival (NL), Leipziger Jazztage, Berliner Festspiele, A’larmé Festival, Goethe Institut Tarabya (TUR), MM3 (USA)).

Sie ist Preisträgerin des SWR Jazzpreises 2024 sowie zahlreicher weiterer internationaler Auszeichnungen und derzeit Dozentin an der renommierten Abteilung für Jazz und zeitgenössische Musik der Hochschule der Künste Bern (CH). Zu ihren weiteren Kollaborationen zählen Lucy Railton, Darius Jones, Anthony Braxton, Nate Wooley, Caroline Davis, Trevor Dunn, Kenny Wollesen, Korhan Erel, Christian Lillinger, Ute Wassermann, Max Andrzejewski, Camila Nebbia, Kaan Bıyıkoğlu, Mariá Portugal, Weston Olencki und Cenk Ergün.

Nick Dunston ist ein elektroakustischer Komponist, Improvisator und Multi-Instrumentalist. Er wird als „unverzichtbarer Musiker der New Yorker Avantgarde“ (New York Times) bezeichnet und trat bereits an verschiedenen Veranstaltungsorten und Festivals in Nordamerika und Europa auf. Als Kollaborateur arbeitete er mit Künstlern wie Marc Ribot, Tyshawn Sorey, Lucrecia Dalt und Son Lux zusammen. Neben zehn veröffentlichten Alben wurde Dunston als Komponist von Künstlern und Organisationen wie dem Wet Ink Ensemble, Bang on a Can, dem JACK Quartet, dem A L’ARME! Festival, Ex-Aequo, Tenth Intervention, Johnny Gandelsman, Joanna Mattrey, TROMPO, dem Gaudeamus Festival, dem PULSE String Quartet und Ekmeles beauftragt. Im Jahr 2020 entwickelte er in Zusammenarbeit mit Dogbotic Labs „Ear Re-training“, einen Kompositionskurs, der sich auf medienübergreifende experimentelle Techniken und Konzepte konzentriert. Zusammen mit Katherine Young war Dunston als erster Artist-in-Residence beim Wet Ink Ensemble für die Saison 2021-2022 zu Gast, wo er sein 14-teiliges Ensemblewerk Reverse Broadcast schuf, das er selbst auf dem Kontrabass, live bearbeiteten Radioaufnahmen und improvisierter Conduction aufführte.

Seine Darbietungen und Improvisationen sind auch im Film Everything Everywhere All At Once aus dem Jahr 2022 zu hören, der in diesem Jahr den Oscar für die beste Originalmusik gewann. Er hat Künstlergespräche geführt und seine Werke an akademischen Einrichtungen wie der University of Southern California, dem California Institute of the Arts, der University of Iowa und der Stony Brook University präsentiert. Er wurde 2023 und 2024 für den Deutschen Jazzpreis nominiert und gewann zusammen mit Cansu Tanrikulu den SWR-Jazzpreis 2024. Dunston lebt derzeit in Berlin und New York und ist in beiden Städten in der experimentellen Musikszene aktiv.

Foto © Oliver Matlok

13.10.2026_Dan Peter Sundland’s Idea of a Good Time

Michaël Attias (Altsaxophon)
Camila Nebbia (Tenorsaxophon)
Johannes Schleiermacher (Tenor- und Baritonsaxophon)
Dan Peter Sundland (E-Bass und Komposition)
Moritz Baumgärtner (Schlagzeug)

Es ist weder ein Besuch im Golfclub noch eine Karibikkreuzfahrt. Kein Skiurlaub in den Alpen und auch nicht Bestplätze beim Wasserpolofinale. Nein, Dan Peter Sundland’s Idea of a Good Time ist ein extatisches Zusammenspiel dreier starker, individueller Saxophonist*innen, je mit ihren spezifisch eigenen Ausdrucksweisen, über Sundlands farbenreichen Kompositionen und begleitet von erfinderischen Groovetendenzen einer das Genre neu definierenden Rhythmusgruppe.

Die Saxophone werden meisterhaft gespielt von:

Michaël Attias, bekannt durch die Zusammenarbeit mit allen Größen der New Yorker Szene, von Paul Motian bis Anthony Braxton, und darüber hinaus als großartiger Bandleader und Komponist.

Camila Nebbia ist ein kometenhaft aufsteigender Stern in der Improvisations- und Free-Jazz-Szene. Sie hat mit Größen wie Michael Formanek, Angelica Sanchez, Tom Rainey, Susana Santos Silva gespielt. Eine kraftvolle Stimme, die nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

Johannes Schleiermacher, bekannt aus Projekten wie Training und Shake Stew, fügt dem Mix mit einer ausdrucksstarken Tenorstimme eine dritte Farbe hinzu und schlägt mit groovigen Baritonlinien die Brücke zur Rhythmusgruppe.

Angetrieben wird das Ganze von dieser kreativen Rhythmussektion:

Dan Peter Sundland steuert seinen unverwechselbaren Ansatz auf dem E-Bass bei und versorgt die Gruppe mit seinen abwechslungsreichen Kompositionen. Seine eigenwillige Stimme leiht er Kollaborationen mit Persönlichkeiten wie Jim Black, Frank Gratkowski, Liz Kosack und Chris Pitsiokos.

Moritz Baumgärtner ist eine bekannte Figur der Europäischen Jazzszene, mit langjährigen Projekten wie Melt Trio und TAU die angetrieben werden von seinen einfallsreichen Klangfarben und allhörenden Ohren.

10.11.2026_Samuel Blaser Quartet

Samuel Blaser (Posaune)
Russ Lossing (Klavier)
Masa Kamaguchi (Kontrabass)
Billy Mintz (Schlagzeug)

Samuel Blaser ist ein virtuoser Posaunist mit einem üppigen Klang und einer flüssigen, ausdrucksstarken Phrasierung. Er ist auch ein inspirierter Komponist, der stets nach dem Gleichgewicht zwischen Struktur und Freiheit sucht. Auf seinem kommenden Doppelalbum Amaaka / Shadow bringt er ein bemerkenswertes Quartett zusammen, bestehend aus dem Pianisten Russ Lossing, dem Bassisten Masa Kamaguchi und dem Schlagzeuger Billy Mintz – drei Meister der Improvisation, die für ihre Tiefe, Sensibilität und ihr kreatives Zusammenspiel bekannt sind.

Amaaka / Shadow ist fest in der Jazztradition verwurzelt und gleichzeitig offen für moderne Ausdrucksformen. Das Album ist als Doppel-CD strukturiert: Amaaka präsentiert eine Sammlung von Kompositionen von Blaser, während Shadow Originalwerke von Lossing enthält. Beide Teile wurden mit demselben Ensemble aufgenommen und bieten zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene musikalische Visionen – lyrisch, explorativ und zutiefst persönlich.

Der Titel Amaaka ist eine Verschmelzung von „Ama“ (Adam) und „Aka“ (Oscar), den Kindheitsaussprachen der Namen von Blasers Söhnen – eine subtile Anspielung auf Familie und Intimität.

Auf das Projekt folgt eine EP mit dem Titel Rosina, die sich an Volksmelodien aus der Emilia-Romagna anlehnt und eine Hommage an Blasers Großmutter darstellt. Rosina ist eine Meditation über Herkunft und Erinnerung und knüpft emotional und musikalisch an das Doppelalbum an.

Samuel Blaser: A 21st-Century Trombone Revolutionary

Winner of the prestigious 2019 „Prix du Musicien européen“ from the Académie du Jazz in Paris and the 2021 Downbeat Magazine Critics Poll („Rising Star Trombone“), Samuel Blaser is redefining what it means to be a trombonist in today’s musical landscape. Born in 1981 in La-Chaux-de-Fonds, Switzerland, this dynamic artist burst onto the professional scene after graduating from conservatory in 2002, quickly making waves across continents.

During his formative years, Blaser forged powerful connections with the Vienna Art Orchestra and the European Radio Big Band, earned a coveted Fulbright Scholarship, and pursued graduate studies at Purchase College Conservatory of Music in New York. His debut album as a leader, the Samuel Blaser Quartet’s 7th Heaven (Between The Lines), marked the beginning of an extraordinary journey. After 16 transformative years living between New York and Berlin, absorbing the pulse of two of the world’s most vibrant music scenes, he returned to his Swiss roots in December 2021, bringing with him a wealth of international experience.
A Musical Alchemist

The secret to Blaser’s magnetic artistry lies in his fearless embrace of musical diversity. Raised on a rich diet of classical music, Swiss folk traditions, and jazz, he has evolved into a genre-bending innovator who fearlessly explores operatic grandeur, rock intensity, and blues authenticity. His musical philosophy centers on growth through collaboration, leading him to forge meaningful relationships with legendary figures including Pierre Favre, Michel Portal, Gerry Hemingway, Marc Ducret, Paul Motian, Oliver Lake, Wallace Roney, Russ Lossing, and Daniel Humair—each master contributing to his evolving artistic identity.

Blaser wields his trombone like a sonic chameleon, seamlessly transitioning from liquid melodic passages to explosive rhythmic punctuations, from earthy gut-level expressions to otherworldly sound explorations—all delivered with laser-focused intentionality. Whether leading his own ensembles or collaborating with others, he approaches each musical encounter with strategic vision and intuitive understanding of what the moment demands. His solo performances are particularly electrifying, using his bold, commanding sound to unlock the hidden musical potential of both architectural spaces and natural environments.
Entrepreneurial Visionary

When global circumstances temporarily silenced live music, Blaser channeled his creative energy into an ambitious entrepreneurial venture. He launched Blaser Music, a label that has already released an impressive catalog of 20 albums, establishing himself not just as a performer but as a tastemaker and cultural curator. His sub-label SONGS extends this vision further, providing a platform for other innovative musicians, beginning with the acclaimed Russ Lossing.

Today, Blaser continues to electrify audiences across Europe, performing with his own groundbreaking ensembles while also bringing his distinctive voice to collaborations with jazz luminaries Michel Portal, Daniel Humair, and Marc Ducret. Through Blaser Music, he’s not just making music—he’s shaping the future of jazz, one bold release at a time.

Samuel Blaser is a XO Sophisticated Brass Artist.

Foto © Jean Baptiste Millot

www.samuelblaser.com

08.12.2026_FEAR O’ SHE

Jeremy Viner (Klarinette, Saxophon)
Felix Hauptmann (Klavier)
Elisabeth Coudoux (Cello)
Roger Kintopf (Kontrabass)
Tancrède D. Kummer (Schlagzeug, Komposition)

FEAR O‘ SHE vereint eine Gruppe aufstrebender und etablierter Improvisationskünstler rund um Tancrèdes Kompositionen und Konzepte. Die Musik verbindet zeitgenössische Strukturen und avantgardistische Rhythmen mit spontanen Gesten, Intuition und Eigeninitiative. Unser ganzheitlicher Ansatz in der Musik betrachtet das Material als ein Laboratorium, in dem wir unsere Individualität innerhalb des Kollektivs erforschen.

Für uns sollte gespielte Musik mit intensiver Leidenschaft und unerschütterlichem Engagement dargeboten werden. Daher auch der Begriff „Ritual”, den FEAR O‘ SHE gemeinsam mit ihrem Publikum leben möchte, um die hingebungsvolle Intensität repetitiver Bewegungen weiter zu erforschen und Wege zu finden, Komposition und Improvisation miteinander zu verweben. Obwohl wir viel Zeit damit verbringen, Partituren zu schreiben und Parameter für die Ausführung und das Zusammenspiel festzulegen, wird das Kollektiv immer das Prisma sein, durch das sich diese künstlerische Vision entfaltet.

Presse:

„Die Formation Fear O´She ist ein Quintett um den französischen Schlagzeuger Tancréde D. Kummer. Die Musik für das Quintett hat Tancréde D. Kummer geschrieben. Ein Komponist, der in unterschiedlichen Bereichen musikalische Erfahrungen gesammelt hat, vom Duo mit Klavier und Schlagzeug mit einer Bearbeitung der Goldberg Variationen von Bach bis zu einem Klaviertrio im Bereich Jazz.

Für die Band Fear O´She hat er die gesamte Musik minutiös auskomponiert, gibt aber seinen Musiker*innen Raum für Interpretation und Improvisation. Die Bandmitglieder sind alle erfahrene Improvisationsmusiker*innen: Elisabeth Coudoux am Cello, Jeremy Viner an Klarinette und Saxofon, Felix Hauptmann am Piano, Roger Kintopf am Bass und Tancréde D. Kummer am Schlagzeug.

Die Musik der Gruppe war eine Form von Neuer Kammermusik, mit kleinen Melodiebögen an Cello, Klarinette/Saxofon und Klavier. Eine durchaus eingängige Musik, die immer wieder durch unerwarteten Ecken und Kanten bestach. Trotz der notierten Form, entwickelten die einzelnen Musiker*innen eigene Initiativen und folgten ihrer Intuition. So entstand ein sehr kohärenter Ensembleklang von seltsamer und ungewohnter Schönheit.“

Text: Uwe Bräutigam für NRWJAZZ

www.tancrededkummer.com/fear-o-she