Alle Artikel in der Kategorie “Archiv

11.10.2005_KHNV

Karsten Hochapfels neues Vorhaben

Karsten Hochapfel (Gitarre, Cello)
Daniel Glatzel (Tenorsaxophon, Bassklarinette)
Mathias Götz (Posaune)
Angeliki Koufou (Akkordeon)
Benjamin Schäfer (Kontrabass)
Gabriel Hahn (Schlagzeug)
Adeline Salles (Flöte)
Sophie Bernado (Fagott)

„Karsten Hochapfels Neues Vorhaben“ ist eine junge Formation, die bereits auf sehr hohem Spielniveau musiziert und dank der vielen verschiedenen musikalischen Erfahrungen jedes Einzelnen die Fähigkeit besitzt, ihre ganz eigene Klangkonzeption umzusetzen. Das Repertoire der Gruppe besteht aus Eigenkompositionen, die, ausgehend von einer kreativen und stilistisch ungebundenen Grundhaltung der Komponisten, einen einzigartigen und sehr persönlichen Ausdruck transportieren.

Die Kompositionen umfassen v.a. Elemente der Jazz-, der Rock- und der Improvisierten Musik, reflektieren aber auch Einflüsse und Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Musikern anderer Kulturkreise, wie z.B. dem marokkanischen Gnawameister El Mallem Mahmoud Gania oder dem chinesischen Musiker und Musikwissenschaftler Xizhi Nie. Neben Eigenkompositionen erklingen auch eigene Arrangements ausgewählter Stücke u.a. von Mary Lou Williams und den Franz Ferdinands.

Die Formation ist flexibel im Umgang mit der Instrumentation: Zum einen gibt es die ungewöhnliche Besetzung mit Fagott und Flöte, welche einen klanglichen Gegenpol zu den beiden jazztypischen Bläsern (saxophon, posaune) bilden. Die Rhythmusgruppe agiert in diesem Spannungsfeld sowohl unterstützend als auch als geschlossene dritte Kraft. Zum Anderen wird die Gruppe zuweilen auf eine Quartett- oder Quintettbesetzung reduziert. Diese ermöglicht einen offeneren und improvisatorischeren Umgang mit der Musik. Musikalische Kommunikation, das instrumentale Können und der Ideenreichtum der Musiker stehen hier im Vordergrund.

13.09.2005_Bass & Bass

Martin Zenker (Kontrabass)
Andreas Kurz (Kontrabass)
Bernhard Pichl (Klavier)
Rick Hollander (Schlagzeug)

Bass´ n ´Bass ist ein neues Projekt der beiden Münchner Bassisten Martin Zenker und Andreas Kurz. Beide sind durch ihre ausgiebige Tätigkeit als Sidemen in der deutschen und internationalen Jazzszene in erster Linie als solide und verlässliche Begleiter bekannt. Beide sind sie Mitglieder mehrerer hochkarätiger Rhythmusgruppen, die von vielen Solisten geschätzt werden. Nicht selten sind der Pianist Bernhard Pichl und der Schlagzeuger Rick Hollander mit von der Partie. Nach einem spontanen Auftritt im Duo, bei dem Martin Zenker bzw. Andreas Kurz in den Genuss der gegenseitigen Begleitung kamen, waren sie so angetan, dass sie beschlossen, aus dieser Idee eine Band zu machen. Was lag da näher, als die beiden Kollegen, mit denen Zenker seit 15 Jahren zusammenspielt, zu engagieren.

Herausgekommen ist eine Band, die auf hohem Niveau und mit sehr viel Energie abwechslungsreiche Kompositionen von Meistern wie Paul Chambers, Oscar Pettiford oder Charles Mingus spielt, aber auch selten gehörte Standards und Balladen auf dem Kontrabass interpretiert. Dabei wird nicht in erster Linie mit Virtuosität kokettiert, sondern der melodische und klangliche Aspekt des Instruments in den Vordergrund gerückt. Die beiden Bassisten harmonieren dabei außergewöhnlich gut und fügen sich nahtlos in die Aufgabe des Solisten oder des Begleiters.

12.07.2005_Pluk

Florian Riedl (Kaospad, Saxophon, Flöte)
Ulrich Wangenheim (Laptop, Bassklarinette, Saxophon)
Jan Fassbender (Keyboards, Laptop)
Robert Klinger (Kontrabass)
Martin Kolb (Schlagzeug)

+ Special Guest Christoph Reiserer (Tisch)

Die Kompositionen von PLUK ergeben aus dem Zusammenspiel von Laptop-generierten Loops, live improvisierten Melodien und Klangtexturen eine Musik, die geprägt ist von minimalistischen Kompositionsstrukturen und der Klangästhetik zeitgemäßer Produktionsweisen. In Zusammenarbeit mit:

Ortstermine – Kunst im öffentlichen Raum

Mit dem bundesweit einmaligen Projekt „Freie Kunst im öffentlichen Raum“ überträgt München den interdisziplinären Ansatz der zeitgenössischen Kunstdiskussion auf den Bereich Kunst im öffentlichen Raum. Die Stadt München stellt dazu den Künstlerinnen und Künstlern der unterschiedlichsten Sparten den öffentlichen Stadtraum als Experimentier- und Gestaltungsraum zur Verfügung.

14.06.2005_The Magic of Brossa

Mrs. Sophie Bernado (Fagott, Gesang)
Mr. Wanja Slavin (Saxophon, Klarinette)
Mr. Marc Schmolling (Klavier)
Mr. Sven Faller (Kontrabass)
Mr. Martin Kolb (Schlagzeug)

Der leider viel zu früh verstorbene Johann v. Brossa hinterließ ein gigantisches Oeuvre, dass bis heute völlig zu Unrecht nicht genug oder überhaupt keine Beachtung fand. Durch einen unglaublichen Zufall stießen die Musiker der Gruppe BROSSA auf fast sämtliche Originalpartituren des großen Meisters.

Obwohl Johann v. Brossa im 19. Jahrhundert lebte (der Jazz war noch nicht erfunden!) sind seine Kompositionen von höchster Aktualität, ja sie nehmen sogar eine beträchtliche Spanne Musikgeschichte vorweg. Die Gruppe BROSSA hat sich in die Musik dieses Titanen eingearbeitet und interpretiert diese in einem zeitgemäßen Stil.

10.05.2005_Zona Sul

Sophie Wegener (Gesang)
Tizian Jost (Klavier)
Pedro Tagliani (Gitarre)
Matthias Engelhardt (Kontrabass)
Hajo v. Hadeln (Schlagzeug)

Die Band Zona Sul hat für ihre erste CD „Pure Love“ (Nagel Heyer Records) in der Fachpresse ausschließlich Lob erhalten. „Professionalität und Anspruch“ (Jazz Podium). „Wegener schafft es in jeder Sprache, dem Hörer mit ihrem süßen Klagen den Kopf zu verdrehen“ (Jazzthing). Ebenso positiv äußern sich Stadtmagazine und Frauenzeitschriften: „Eine wunderbare CD, getragen von sanfter Stimme“ (Prinz). „Sinnlich und fragil“ (Cosmopolitan).

Zona Sul ist außerdem mit dem Titel „Dans mon île“ auf dem Sampler „The finest in female vocal jazz“ neben Diana Krall und Cassandra Wilson zu hören.

12.04.2005_Johannes Lauer Quintett

Johannes Lauer (Posaune)
Daniel Glatzel (Saxophon, Klarinette)
Benedikt Reidenbach (Gitarre)
Anne Lieberwirth (Kontrabass)
Peter Gall (Schlagzeug)

Johannes Lauer gewann 2003 in Helsinki die Frank-Rosolino-Competition und damit den international renommiertesten Preis für junge Jazz-Posaunisten. Neben seinem technischen Können hat der Schüler von Nils Wogram auf seinem Instrument eine Eigenständigkeit entwickelt, die ihn auf die Bühne brachte mit so rennomierten Musikern wie Phil Woods, Jasper van’t Hof, Steffen Schorn, Domenic Landolf, Dejan Terzic, der Rias Big Band Berlin u.a.

Seine hier vorgestellte Berliner „Working Band“ (Daniel Glatzel, sax, Benedikt Reidenbach, git, Anne Lieberwirth, bass, und Peter Gall, dr) besteht seit zwei Jahren. Die in dieser langen Zeit des Zusammenspiels gewachsene Vertrautheit untereinander und die Kenntnis der reichen Facetten der Jazz-Tradition gibt den jungen Musikern die Freiheit, eingefahrene Gleise zu meiden und abgefahren zu komponieren, arrangieren und improvisieren.

08.03.2005_Turbine

Max Tiller (Sopransaxophon)
Florian Riedl (Altsaxophon)
Ulrich Wangenheim (Tenorsaxophon)
Gregor Bürger (Baritonsaxophon)

Turbine sind vier junge Saxofonisten, deren erklärtes Ziel es ist, Konventionen zu brechen und Grenzen zu sprengen. Die vier Musiker schaffen es auf vortreffliche Weise den Charme und die Intimität eines klassischen Kammermusikensembles mit der Leidenschaft und Ungezwungenheit einer modernen „Band“ zu kombinieren. Durch die Verschiedenartigkeit der Stücke sind sie ständig gefordert, sich immer wieder auf Neues einzulassen, die Idee zu verfolgen, sich mit verschiedenen Stilen auseinander zusetzen.

Ein vorwiegend aus moderner Klassik bestehendes Repertoire wird von vier Jazzmusikern interpretiert. Neben aktuellen Werken von zeitgenössischen Komponisten werden auch jazzige Arrangements gespielt, die Platz für Improvisation lassen.

11.01.2005_Jerker Kluge – Grachan Moncur III Projekt

Ulrich Wangenheim (Saxophon, Bassklarinette)
Gerhard Gschlößl (Posaune)
Karsten Hochapfel (Gitarre)
Jerker Kluge (Kontrabass)
Bastian Jütte (Schlagzeug)

Der Posaunist Grachan Moncur III hatte nur einen kurzen Auftritt in der Jazz-Szene der 60er Jahre, auf zwei eigenen Platten bei Blue Note und auf diversen Alben mit Jackie McLean, mit dem er kongenial zusammenarbeitete. Am bekanntesten ist vielleicht noch die Platte „Evolution“.

Moncur (inzwischen 67 Jahre alt) ist ein großartiger Komponist, der in einem sehr eigenen Stil an der Grenze zwischen modalem und Free Jazz schreibt.

Der Bassist Jerker Kluge, ein langjähriger Fan von Moncur, hat nun eine Band zusammengestellt, mit der er ausschließlich die Kompositionen dieses großartigen Musikers interpretiert, um sie vielleicht ein Stück weit vor dem Vergessen zu bewahren und sie auch einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen.

Die hervorragend besetzte Band interpretiert die Kompositionen mit großer Energie, Spontaneität und Offenheit, so dass auf jedem Konzert Neues entsteht.

14.12.2004_Wanja Slavin meets Marc Schmolling

Wanja Slavin (Saxophon)
Marc Schmolling (Klavier)

Zwei starke Persönlichkeiten wählten die Duo-Formation, um auf eine sehr essenzielle Weise miteinander zur musizieren. Nahezu blinde Verständigung ermöglicht einen Grad der Intensität, der unmittelbar ergreift. Die außerordentlichen technischen Fähigkeiten beider Musiker sind nie Selbstzweck, sondern dienen immer der Musik.

Synthesengleich wird Gehalt von Musik begriffen und dem Zuhörer greifbar gemacht. Das Repertoire besteht aus Eigenkompositionen und Standards, die oft unkonventionell, immer aber geschmackvoll interpretiert werden.

09.11.2004_Trio ELF

Walter Lang (Klavier)
Sven Faller (Kontrabass)
Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug)

Fern ab von allen Klischees des typischen Sounds eines Jazztrios wird eigentlich elektronische Musik in einen akkustischen Kontext umgesetzt. Neben Stücken des „American Songbooks“, die im Gewand elektronisch eingefärbter Grooves und Basslines eine völlig neue Qualität bekommen, werden Songs von Künstlern wie Aphex Twin, LTJ Bukem oder Kosheen in den akkustischen Klang von Piano, Kontrabass und Schlagzeug eingebettet.

Das Ergebnis ist eine spannende und ungewöhnliche Musik, die sowohl dem Freund des akkustischen Sounds als auch für dem aufgeschlossenen Drum’n’Bass-Head etwas bieten dürfte.

12.10.2004_Boperators

Claus Koch (Saxophon)
Ralf Hesse (Trompete)
Claus Raible (Klavier)
Wolfgang Kriener (Kontrabass)
Michael Keul (Schlagzeug)

Die Boperators wurden 1995 von Claus Koch gegründet . Beeinflusst vom Bebop der 40er Jahre und vom Hardbop und Souljazz der 50er Jahre haben die Boperators ihren eigenen unverwechselbaren Stil entwickelt. Kompromisslos swingender Jazz, gespielt von fünf hochkarätigen Musikern der deutschen Jazz-Szene. Die kraftvollen Kompositionen des Bandleaders bestechen ebenso wie der runde, harmonische Bandklang und die immensen solistischen Fähigkeiten der Musiker. Claus Koch & The Boperators bieten ein Jazzkonzert der Extraklasse und gehören zu den besten und interessantesten Bands ihrer Art.

www.clauskochjazz.de

14.09.2004_Gobal

Max Tiller (Flöte, Sopransaxophon)
Ulrich Wangenheim (Flöte, Klarinette, Bassklarinette, Sopransaxophon)
Corinna Mayer, Katharina Böhl (Violine)
Katie Barritt (Viola)
Gisela Auspurg (Violoncello)
Johannes Daum (Musikkomposition, Leitung, Klavier)
Matthias Engelhardt (E-Bass)

Ich gründete die Gruppe „Global“ 1997, weil ich an einem Versuch interessiert war, verschiedene musikalische Einflüsse zu einer Einheit zu verbinden und somit eine Musik zu schaffen, die zwischen E- und U-Musik angesiedelt ist. Ausgangspunkt war für mich die Bewegung der amerikanischen „Minimal Music“, die von Komponisten wie Terry Riley, Steve Reich oder Philip Glass in den 60er Jahren entstand.

Die Faszination der Minimal Music beruht vorwiegend auf ihrer hypnotischen Wirkung, hervorgerufen durch die Wiederholung sogenannter „Patterns“, sowie dem Einsatz komplexer Rhythmen in Verbindung mit Jazz- bzw. Popeinflüssen und klassischer Instrumentation, an deren Weiterentwicklung ich interessiert bin, z.B. in Form von integrierten Jazzimprovisationen über ausnotiertes Material.

Während in Deutschland die eigentliche Minimal Music in den Hintergrund tritt ( nur noch wenige deutsche Komponisten arbeiten mit Elementen der Minimal Music ), ist eine weitere Generation zeitgenössischer Komponisten, vorwiegend in Amerika und Großbritannien, an einer Weiterentwicklung der Minimal Music interessiert ( John Adams, Michael Torke, Graham Fitkin u.s.w. ). Auch die nicht zu leugnende Tatsache, dass die elektronische populäre Musik wie z.B. Techno, Trip Hop oder Trance von minimalistischen Elementen lebt, deutet darauf hin, dass Minimal Music nicht out, sondern ganz im Gegenteil, immer noch wichtiger Bestandteil der Musik der Gegenwart ist.

So ist es also auch mein Anliegen, Minimal Music zu schreiben, in Verbindung mit Jazz, Pop, Blues bis hin zu Techno ( in meinem Fall Akkustik-Techno ) oder Trip Hop. Bestehend aus zwei Blasinstrumenten, Streichquartett, Klavier und E-Bass, versucht das Ensemble eine große klangliche Vielfalt zu präsentieren und zu beweisen, dass „Minimal Music“ fähig ist, maximale Höreindrücke zu vermitteln.